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Samsung Gear Fit Testbericht

Größte Erwartun­gen an die kle­in­ste Smartwatch

Anfang des Jahres wurde die Gear Fit von Sam­sung auf der weltweiten Mobil­funkmesse in Barcelona bere­its zum „Best Mobile Device 2014“ gewählt. Doch kann sie diesen Erwartun­gen gerecht wer­den? In unserem Test­bericht erfahren sie, ob und für wen sich der Kauf der im April 2014 erschienen Smart­watch wirk­lich lohnt.

Hält man die Fit in der Hand fällt zunächst ein­mal auf, dass sie sich von anderen smarten Uhren beson­ders im Äußeren stark unter­schei­det. Während die meis­ten Geräte in eher qua­dratis­cher Form daherkom­men besticht die Uhr mit 23x57x12 mm durch ihr kleines, schmales Design. So erin­nert sie rein optisch mehr an ein schmuckes Arm­band als an eine Uhr für das Handgelenk.

Das Dis­play: Im dop­pel­ten Sinn ein “Hingucker”

Beson­ders auf­fäl­lig ist dabei das Curved AMOLED-Display, welches sich, wie der Name erah­nen lässt, tat­säch­lich rundlich um den Arm schmiegt. Dies erzeugt nicht nur eine span­nende und mod­erne Optik, son­dern erhöht vor allem den Tragekom­fort. Zu diesem trägt auch das sehr geringe Gewicht von nur 27 g Die Gear Fit kommt in vielen schönen Displaydesigns.bei. Das dazuge­hörige Arm­band, welches es in 6 ver­schiede­nen Far­ben gibt, ist dank des ver­wen­de­ten hochw­er­ti­gen Kun­st­stoffs nicht nur beson­ders gut für den Sport geeignet, son­dern eben­falls sehr leicht. Ver­schlossen wird dieses per ver­chromten Knopf, mit dem man die rück­seit­i­gen Nop­pen ein­fach in die passende Öse drückt..

Der Bild­schirm, welcher ver­glichen mit der kleinen Größe der Uhr stolze 1,84 Zoll misst, kann jedoch nicht nur durch die inno­v­a­tive Wöl­bung begeis­tern. Die 432x128 Pixel stell­ten die Inhalte schar­fkantig und in sehr kräfti­gen Far­ben dar, sei es drin­nen oder draußen. In der Stan­dar­d­an­sicht zeigt die Gear Fit, je nach Wun­sch des Besitzers, entweder nur die Uhrzeit oder zusät­zlich noch das Datum, den aktuellen Stand des Schrittzäh­lers, das Wet­ter oder nahende Ter­mine an. Auch ein stylis­cher Modus, bei dem man die Zeit statt in Zahlen als Text angezeigt bekommt, ist vorhanden.

Hoher Bedi­enkom­fort, trotz kleiner Macken

Damit die Gear Fit nicht per­ma­nent Strom ver­braucht wird die Uhrzeit nur angezeigt, wenn man den unauf­fäl­li­gen Knopf an der Seite des Geräts betätigt. Es gibt aber auch die Möglichkeit über eine soge­nan­nte Aktivierungs­geste das Dis­play aus dem Ruhe­modus zu holen. Hierzu bewegt man den Arm ein­fach so wie man es tut, wenn man auf die Uhr schauen möchte. Schade nur, dieser Trick klappt in der Praxis nicht immer beim ersten Mal.

Mit dem kleinen Knopf kann man, neben An– und Auss­chal­ten, auch durch Dop­pelk­licken eine voraus­gewählte App schnell­starten. Welches Pro­gramm das ist, kann der Nutzer über den Gear Fit Man­ager sel­ber bes­tim­men. Diesen Man­ager, den man zur Her­stel­lung einer Verbindung mit der Uhr auf sein Sam­sung Smart­phone herun­ter­laden muss, nutzt man auch für alle weit­eren Ein­stel­lungsmöglichkeiten der Gear Fit. Hier lassen sich beispiel­sweise auch das Hin­ter­grund­bild, die Benachrich­ti­gun­gen, die auf der Uhr angezeigt wer­den sollen oder die Rei­hen­folge der Apps kon­fig­uri­eren. Ins­ge­samt fällt auf dass das Arbeiten mit dem Gear Fit Man­ager leicht ver­ständlich und ohne Prob­leme von stat­ten geht.

Um jedoch über­haupt eine Verbindung zwis­chen der Smart­watch und dem eige­nen Handy her­stellen zu kön­nen, muss man ein neueres Mod­ell der Sam­sung Reihe besitzen. Welche Geräte genau unter­stützt wer­den erfahren Sie hier. Für die Con­nec­tion nutzt das Gear Fit dabei nicht den neuesten Stan­dard namens NFC son­dern noch gewöhn­liches Blue­tooth. Dies sorgt wiederum auf Seite des Smart­phones für einen leicht erhöhten Akku­ver­brauch, was mit dem sparsameren NFC zu ver­mei­den gewe­sen wäre.

Tech­nikde­tails

Technikdetails Samsung Gear Fit

Zur Gesamtüber­sicht

Der Fit­ness­coach für den Alltag

Ist alles ver­bun­den und eingestellt wie gewün­scht kommt auch schon die Frage auf, wie sich die Gear Fit im All­tag ver­hält. Zunächst wird hier das schmale Dis­play zum Thema. Man kann sich näm­lich das Menü und alle anderen Inhalte entweder der Bre­ite oder der Länge nach anzeigen lassen. Wobei sich in der Praxis das Quer­for­mat dadurch bewährt, dass beim Anzeigen von lan­gen Tex­ten viel weniger Scrolling von Nöten ist.

Die Sam­sung ähnelt nicht nur optisch eher einem Fit­nes­sarm­band als einer Uhr. Auch ihre inneren Werte kön­nen in diesem Bere­ich punk­ten. Dank inte­gri­ertem und gut funk­tion­ieren­den Pulsmesser wer­den Work­outs stets überwacht und die vorin­stal­lierte App „Health S“ motiviert bei zu geringer Anstren­gung auch gerne mal dazu, noch eine Schippe drauf zu legen.

Ähn­liches passiert, wenn man den Schrittzäh­ler aktiviert und sich auf ein tägliches Ziel von bspw. 10.000 Schrit­ten fest­gelegt hat. Dann wird die Gear Fit zum sprich­wörtlichen Tritt in den Aller­w­ertesten und erin­nert bei entsprechen­der Lauf­faul­heit per Vibra­tion und auf­blitzen­der Nachricht daran mal wieder ein paar Meter zu gehen. Einziger Wer­mut­stropfen ist hier­bei, dass der Schrittzäh­ler täglich manuell neu ges­tartet wer­den muss. Ein automa­tis­ches Loszählen bei Tages­be­ginn wäre dur­chaus wün­schenswert, was aber eventuell noch durch Soft­ware Updates möglich gemacht wer­den wird.

Mäßiger Akku aber eine Menge span­nen­der FunktionenGear Fit_Blue_4

Nimmt man die Smart­watch mit ins Bett klärt sie einen sogar über die Dauer des Schlafs auf und misst den Anteil, den man bewe­gungs­los und somit beson­ders erhol­sam, ver­bracht hat. Über den Sam­sung App Store erhält man zudem einige weit­ere Apps, die auf das hau­seigene Betrieb­ssys­tem Tizen zugeschnit­ten sind. Wer dage­gen auf das von Google entwick­elte Android Wear und somit auf den Play Store zurück­greifen möchte, sollte sich mit der Motorola 360 befassen, oder ihr seht euch ganz bequem in unserem Direk­tver­gle­ich um.

Aber zurück zur Gear Fit, die hat näm­lich trotz oder vielle­icht auch wegen Sam­sungs eigenem Betrieb­ssys­tem einiges auf dem Kas­ten. Neben der Fit­ness App, die zum Joggen, Walken, Wan­dern und Rad­fahren geeignet ist und die Daten zur Auswer­tung automa­tisch mit dem Smart­phone syn­chro­nisiert, fungiert die Fit auch als Fernbe­di­enung für sel­biges. So kann man in ungün­sti­gen Sit­u­a­tio­nen Anrufe mit eigens vorge­fer­tigten SMS ablehnen, E-Mails emp­fan­gen und anle­sen oder während dem Rad­fahren den Musik­player auf dem Handy bedi­enen. Selbst eine Funk­tion zum Auffinden des ver­legten Smart­phones ist vorhan­den. Dieses piepst und vib­ri­ert dann solange bis man es ent­deckt hat.

Trotz der vie­len erfreulichen Funk­tio­nen kommt man aber nicht umher ein let­zten Kri­tikpunkt anzubrin­gen: der Akku. Sicher kein Prob­lem, welches die Gear Fit exk­lu­siv hat, aber trotz­dem wären etwas mehr als 2 Tage Laufzeit bei nor­maler Nutzung und voll aufge­ladener Bat­terie erfreulich gewe­sen. Wie bere­its gesagt ist dies aber ein Prob­lem, welches uns bei Smart­watches aktuell noch sehr häu­fig begeg­net. Aufge­laden wird die Uhr übri­gens über einen Plas­tikadapter, welcher mit Mini-USB Buchse aus­ges­tat­tet ist. Diesen klippt man auf die Unter­seite des Geräts und verbindet die Gear Fit so mit dem Strom­netz. Auch hier hät­ten wir

Preise

Samsung Gear Fit Testbericht

Pric­ing starts from 110.00

Fazit zum Schluss

Trotz kleiner Macken ist die Sam­sung Gear Fit den­noch eine gute Mis­chung aus Smart­watch und Fit­nes­sarm­band und kon­nte uns daher von ihrem Nutzen überzeu­gen. Beson­ders auch weil es in der Anwen­dung stets flüs­sig läuft und dank Wasser– und Staub­dichtigkeit gepaart mit dem hohen Tragekom­fort zum per­fek­ten All­t­ags­be­gleiter wird. Wer sich also gerne eine Extra­por­tion Moti­va­tion für einen sportlichen Tag ans Armge­lenk holen möchte möchte ist mit der Gear Fit bestens bedi­ent. Dabei ist die kleine Sam­sung zugle­ich auch für neugierige Blicke auf das schicke gewölbte Dis­play zu gebrauchen.

PROS:
  • Guter Mix aus Fit­ness­band & Smartwatch
  • Läuft flüs­sig und unkompliziert
  • Vielzahl an nüt­zlichen Fea­tures & Einstellungsmöglichkeiten
  • Coole Optik mit hohem Tragekomfort

CONS:
  • Aus­baufähige Akkuleis­tung & umständliches Aufladen
  • Tizen als Betrieb­ssys­tem: Über­schaubare Anzahl an Apps & nur kom­pat­i­bel mit Samsung

Wer sich ins­ge­samt aber etwas mehr Smart in der Watch wün­scht und weniger Fokus auf Fit­nes­sas­pekte legt, schaut sich besser bei den leis­tungsstärkeren Sam­sung Gear (Neo) oder bei anderen Uhren aus unseren Test­berichten um.

Gesamt­be­w­er­tung

Lest in unserem Review alles Inter­es­sante über die Sam­sung Gear Fit: Der Mix aus Fit­nes­sarm­band und Smart­watch ist näm­lich nicht nur für Sport­begeis­terte eine Über­legung wert…
7 Total Score
Sam­sung Gear Fit — Die Fitness-Smartwatch!

In unserem Gesamtscore ver­suchen wir euch eine möglichst objek­tive und über viele Experten sowie User ermit­telte Bew­er­tung zu liefern. Die 5 Unterkat­e­gorien helfen euch zudem dabei zu entschei­den, welche Uhr zu euch am besten passt!

Bedi­en­barkeit
7
Design
7
Akku­laufzeit
6
Leis­tung
7.5
Funk­tio­nen
7.5
User Bew­er­tung Be the first one!

Hi, mein Name ist Johann! Ich bin 25 Jahre alt und studiere nun im dritten Master-Semester Human Factors an der TU Berlin. In meinem Studium trifft Psychologie - sozusagen also der Mensch - auf Technik. Genauso ist das auch bei Smartwatches. Daher rührt auch meine Begeisterung für die schlauen Uhren, welches ich gerne auf SmartwatchGuru.de mit euch teilen möchte!