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Samsung Gear 2 Testbericht

Futur­is­tis­ches Flair im Design

Ein klein wenig wie ein Undercover-Spion fühlt man sich ja schon, wenn man das erste Mal die Sam­sung Gear 2 um den Arm trägt. Mit der inte­gri­erten Kam­era sowie der Sprach­funk­tion kom­men jeden­falls Erin­nerun­gen an die ein oder andere James Bond Uhr hoch.

Nur ganz so stil­voll wie eine von Q’s Uhren sieht sie lei­der nicht aus. Das Design mutet ins­ge­samt eher etwas futur­is­tisch an, doch dank des wer­ti­gen Gehäuses aus gebürstetem Met­all hin­ter­lässt sie in der B-Note noch einen edlen Ein­druck. Mit einem Gewicht von 68g, einer Größe von 58 x 37mm und einer Tiefe von 10mm ist die Smart­watch von Sam­sung nicht ger­ade ein Zwerg unter den Uhren. Den­noch haben die Pro­duk­t­de­signer es geschafft der Gear einen recht hohen Tragekom­fort zu ver­passen, sodass man schon nach eini­gen Minuten ver­gisst das soge­nan­nte Wear­able am Handge­lenk zu haben.

Da die Kam­era der Uhr sich, anders als beim Vorgänger­mod­ell, im oberen Gehäuse wiederfindet lässt sich das Arm­band der Gear 2 ganz leicht aus­tauschen. Ver­schlossen wird das von Sam­sung mit­gelieferte Band mit einer größen­ver­stell­baren Faltschließe. Das mit schar­fen 320x320 Pix­eln auflösenden 1,63 Zoll große Dis­play zeigt in 10 ver­schiede­nen Designs die Uhrzeit an. Zusät­zlich kann man auf Wun­sch auch 3 Schnellstart-Icons für die wichtig­sten Apps im Haupt­fen­ster platzieren.

Sam­sung Gear 2 Neo

Bei der Gear 2 Neo ist oben im Gehäuse nur das Infrarot zu finden.

 Die Sam­sung Gear 2 Neo bringt, bis auf die fehlende Kam­era, die selbe tech­nis­che Ausstat­tung und die gle­ichen Funk­tio­nen wie die Gear 2 mit. Wer also auf Undercover-Schnappschüsse verzichten kann, kommt mit der Neo genauso gut aus und spart zugle­ich eine Stange Geld!

Hand­lose Hand­habung dank Sprachsteuerung

Unter­halb des Dis­plays findet man den Home-Button, welcher im Zusam­men­spiel mit den, von Smart­phones bekan­nten, Fin­ger­be­we­gun­gen eine intu­itive Steuerung gewährleis­tet. Neu ist hier, dass ein „Zurück“ im Menü über einen Fin­ger­wisch von oben nach unten aus­gelöst wird. Ins­ge­samt lässt sich das Gerät von Sam­sung also sehr flüs­sig bedienen.

Eben­falls sehr schön ist die Möglichkeit, den Bild­schirm mit einem Drehen der Smart­watch vor das Gesicht, der soge­nan­nten Aktivierungs­geste, aus dem Ruhezu­s­tand zu holen. Dies ermöglich ein­er­seits das Dis­play laufend ins energies­parende Stand-By zu schicken ohne dabei ander­er­seits den Nutzer damit zu ner­ven, immer eine Taste drücken zu müssen, um mal schnell die Zeit nachzuse­hen. Passend zum Stich­wort bequem: die gut funk­tion­ierende Sprach­s­teuerung ermöglicht die fin­ger­freie Bedi­enung viel­er­lei Apps. So kann man beispiel­sweise einen Anruf an den Arbeit­skol­le­gen oder auch einen Schnapp­schuss mit der Kam­era ein­fach per Sprach­be­fehl auslösen.

Tech­nikde­tails

Technikdetails-Samsung-Gear2

Zur Gesamtüber­sicht

Sam­sungs kleine Rev­o­lu­tion: Bild & Ton in einem “Foto”

Geschossen wer­den die Bilder mit einer Auflö­sung von bis zu 2 Megapix­eln. Auswählbar sind ver­schiedene For­mate von 16:9, 1:1 und 4:3. Auch ein eher unge­wohn­ter Modus namens “Sound & Shot” ist vorhan­den. In diesem schießt die Uhr erst ein Foto und zeich­net anschließend noch 9 Sekun­den lang den Ton auf. Dieses Fea­ture bietet dem Nutzer die span­nende Möglichkeit den Gesamtein­druck eines schö­nen Tages am Strand oder eines lusti­gen Abends mit Fre­un­den einz­u­fan­gen. Auch eine Vide­o­funk­tion in HD ist vorhan­den, diese erlaubt jedoch nur 15sekündige Auf­nah­men, wodurch sie etwas unbrauch­bar scheint. Ins­ge­samt macht die Kam­era mit­samt Aut­o­fokus ordentliche Bilder, welche für einen witzi­gen Schnapp­schuss oder das Abfo­tografieren wichtiger Infor­ma­tio­nen abso­lut ausreicht.

Sofern die Uhr via Blue­tooth 4.0 mit einem Smart­phone ver­bun­den ist, wer­den die Bilder automa­tisch auf dieses über­tra­gen. Bevor man aber diese Verbindung her­stellen kann, muss man erst­mal den „Gear Man­ager“ aus dem Sam­sung App Store herun­ter­laden. Über diesen lassen sich zusät­zlich alle Ein­stel­lun­gen der Uhr bear­beiten. Laut Her­stellerangabe ist die Uhr dabei jedoch nur mit Sam­sung Geräten kom­pat­i­bel, wobei sich diese Sperre im Falle des HTC One M8 mit ein paar Tricks auch umge­hen lässt (siehe hier). Ist man in der glück­lichen Posi­tion ein Smart­phone der Kore­aner zu besitzen, so funk­tion­iert das Arbeiten mit dem „Gear Man­ager“ äußerst prob­lem­los und ermöglicht einige funk­tionale und optis­che Anpas­sun­gen der Uhr an die per­sön­lichen Wünsche.

Leis­tungsstarkes Innen­leben mit Samsung-Software

Zum Inneren der Uhr: dank eines auf 1 GHz getak­teten Dual-Core Prozes­sors, sowie des 512 MB starken Arbeitsspe­ich­ers funk­tion­iert alles sehr flüs­sig. Für Android-Fans weniger erfreulich ist eventuell die Tat­sache, dass Sam­sung ein eigens mit Intel pro­gram­miertes Betrieb­ssys­tem namens „Tizen“ ver­wen­det. Daher mussten und müssen weit­er­hin viele Apps die für Google’s Betrieb­ssys­tem „Android Wear“ erschienen, erst noch umgeschrieben wer­den. Dieser Umstand sorgt dafür, dass für die Gear 2 eine ver­gle­ich­sweise über­schaubare Anzahl an down­load­baren Pro­gram­men zur Ver­fü­gung steht.

Der Vorteil von Samsung’s Tizen liegt jedoch in dem gerin­geren Stromver­brauch, der es der Uhr ermöglicht trotz leichtem 300-mAh-Akku und leis­tungsstarker Hard­ware lange im Saft zu ste­hen. So sind bei nor­maler Nutzung bis zu 3 Tage und bei geringer Nutzung sogar bis zu 5 Tage ohne Aufladung drin. Ein dur­chaus respek­tabler Wert im Ver­gle­ich zu den Wear­ables der Konkur­renz. Aufge­laden wird übri­gens in weniger als einer Stunde, über ein mit Mikro-USB Kabel ver­bun­denes Plas­tik­teil, welches man ein­fach an die Unter­seite der Smart­watch klippt.

Auch sehr erfreulich sind die 4 GB interner Spe­icher­platz, die nicht nur das Able­gen von Schnapp­schüssen ermöglicht son­dern aus der Gear 2 auch einen eigen­ständi­gen MP3-Player macht. Über Bluetooth-Kopfhörer oder aus den ver­bauten Mini­laut­sprech­ern der Uhr dröhnt so auch ganz ohne Smart­phone die Lieblingsmusik der Nutzer.

Prak­tis­che und sportliche Gad­gets für den Alltag

Doch nicht nur diese Neuerung und der Fakt, dass die Uhr nach IP67 Stan­dard wasserdicht ist, wird die Jog­ger & Rad­fahrer dieser Welt begeis­tern. Auch die einge­bauten Gesund­heits­fea­tures wie der Schrittzäh­ler oder der Pulsmesser wis­sen zu überzeu­gen. Beide Anwen­dun­gen funk­tion­ieren recht genau und kön­nen so, in Verbindung mit der vorin­stal­lierten App „Gear Fit­ness“, einige wichtige Infor­ma­tio­nen für das tägliche Train­ing liefern. Jedoch arbeitet „Gear Fit­ness“ nicht ganz autonom, denn beim Fahrrad­fahren (hierzu braucht es das GPRS des Handys) als auch zum Anzeigen alter Fit­ness­daten wird wiederum das Smart­phone benötigt. Ähn­liche Fea­tures in Koop­er­a­tion mit der etwas aus­gereifteren App „Run­tas­tic“ bietet für einige Euros weniger übri­gens auch die Sony Smart­Watch 2, außer­dem findet man in unserem Direk­tver­gle­ich weit­ere Uhren mit vie­len Fitnessfunktionen.

Neben den Gesund­heits­funk­tio­nen, zu denen auch eine Schlaf­di­ag­nose gehört, welche auswertet wie lange und wie ruhig man im Land der Träume war, hat die Gear 2 noch einiges mehr zu bieten. Sehr inter­es­sant ist zum Beispiel das Pro­gramm „WatchOn“, mit dem die Smart­watch dank einge­bauter Infrarotschnittstelle zur Fernbe­di­enung ihres TV-Geräts wird. Eine recht sim­ple Kon­fig­u­ra­tion (kom­pat­i­bel mit Fernse­hern ver­schiedener Her­steller, alle Infos hier) genügt und schon lassen sich Laut­stärke, Sig­nalquelle und Pro­gramm ganz bequem über das Handge­lenk anpassen. Minuten­langes Suchen nach der Fernbe­di­enung zwis­chen Sofar­itzen wird dadurch passé.

Desweit­eren dient die Uhr auch als Freis­prechein­rich­tung für das Handy. So kann man in der Küche das Gemüse schnei­den und ohne sich zu sor­gen, wo man ger­ade das Handy abgelegt hat, die Mut­ter anrufen, um nach dem genauen Rezept zu fra­gen. Mit dem „Gear Man­ager“ stellt man zudem ein, welche Dien­ste einem Noti­fika­tio­nen auf die Uhr senden sollen, sodass man keine E-Mail, keinen Ter­min und keine WhatsApp-Nachricht mehr verpasst.

Preise

Samsung Gear 2 Testbericht

Pric­ing starts from 229.00

Fazit zum Schluss

Alles in allem weiß die Sam­sung Gear 2 bzw. die ohne Kam­era erhältliche, aber sonst kom­plett gle­iche, Gear 2 Neo zu überzeu­gen. Die vie­len Funk­tio­nen kön­nen den All­tag der Nutzer merk­lich erle­ichtern und wer sich schon immer mal ein wenig wie 007 fühlen wollte kommt um diese Uhr erst recht nicht herum.

PROS:
  • Langes Akkuleben
  • Viele span­nende Funktionen
  • Leis­tungsstarke Hardware

CONS:
  • Klo­biges & tech­nis­ches Design
  • Eingeschränkte App-Auswahl

Legt man allerd­ings noch mehr Wert auf ein edles Äußeres oder besitzt kein Sam­sung Smart­phone sollte man sich vielle­icht eher mit der Motorola 360 oder anderen Uhren aus unserer Testabteilung befassen. Anson­sten kann man allen anderen Sport– und Tech­nikbegeis­terten die Gear 2 bzw. die kleine Schwester, die Sam­sung Gear 2 Neo, nur wärm­stens empfehlen.

Gesamtüber­sicht

Unser Test­bericht über die Sam­sung Gear 2 lässt keine Fra­gen offen. Was der kleine Kore­aner alles kann und was es sonst noch alles Wichtiges über die Gear 2 zu wis­sen gibt erfahrt ihr genau hier…
7.8 Total Score
Sam­sung Gear 2 (Neo) — Die Geheimagenten-Uhr!

In unserem Gesamtscore ver­suchen wir euch eine möglichst objek­tive und über viele Experten sowie User ermit­telte Bew­er­tung zu liefern. Die 5 Unterkat­e­gorien helfen euch zudem dabei zu entschei­den, welche Uhr zu euch am besten passt!

Bedi­en­barkeit
7.5
Design
5.5
Akku­laufzeit
8
Leis­tung
7.5
Funk­tio­nen
8.5
User Bew­er­tung Be the first one!

Hi, mein Name ist Johann! Ich bin 25 Jahre alt und studiere nun im dritten Master-Semester Human Factors an der TU Berlin. In meinem Studium trifft Psychologie - sozusagen also der Mensch - auf Technik. Genauso ist das auch bei Smartwatches. Daher rührt auch meine Begeisterung für die schlauen Uhren, welches ich gerne auf SmartwatchGuru.de mit euch teilen möchte!