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Moto 360 Testbericht

Die bis dato schön­ste Smartwatch

Sieht man sie von weitem möchte man meinen, man hat es mit einer ganz gewöhn­lichen Uhr zu tun, aber weit gefehlt, denn was zunächst nach einem Zif­fern­blatt mit Zeigern aussieht ent­puppt sich bei genauerer Betra­ch­tung als das Touchdis­play der Moto 360.

Mit einer Dicke von 10,2 mm, einem Durchmesser von 40mm sowie dem hochw­er­ti­gen Led­er­arm­band der Firma Hor­ween tarnt sich die neue Smart­watch aus dem Hause Motorola tat­säch­lich sehr erfol­gre­ich. Auch durch das geringe Gewicht von nur 49 Gramm weiß sie zu überzeu­gen und ist damit sogar leichter als ihre meis­ten nicht-smarten Geschwister.

Das runde stäh­lerne Gehäuse der Uhr, welches zum Verkauf­sstart in den Far­ben schwarz und sil­ber erhältlich sein wird, ist staub– und wasserdicht und kann somit den ganzen Tag am Handge­lenk des Besitzers bleiben. Doch nicht nur Hän­de­waschen und Geschirrspülen meis­tert die Moto 360 prob­lem­los. Dank ihres extrem kratz– und stoßfestem Dis­play aus Gorilla Glas über­steht sie auch die ein oder andere unge­wollte Begeg­nung mit der Schreibtis­ch­platte oder dem Tür­rah­men ungeschadet.

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Mit einer Dis­play­größe von 3,96 cm schafft die Smart­watch einen guten Kom­pro­miss zwis­chen Bedi­en­barkeit und Ele­ganz. Auch wenn eine kleinere Größe für die Zukunft dur­chaus denkbar scheint, denn an etwas schlankeren Armen macht die Moto 360 unter Umstän­den einen leicht klo­bi­gen Ein­druck. Hüb­scher anzuse­hen als ihre eck­i­gen Konkur­renten ist sie dabei jedoch allemal.

Starke Tech­nik die überzeugt

Um ihr schickes Ausse­hen an die ver­schiede­nen Geschmäcker bzw. das aktuelle Out­fit anzu­passen bietet die intel­li­gente Uhr zudem acht ver­schiedene Designs an „Zif­ferblät­tern“ an. So kann man sich je nach Gusto die Optik eines Chrono­graphen oder aber auch ein schlichtes Weiß mit Datum­sanzeige um das Handge­lenk schnallen. Der einge­baute Sen­sor sorgt dafür, dass das Dis­play auch bei jedem Licht gut les­bar ist und in Dunkel­heit, z.b. im Kino oder einer Bar, nicht zu einem strahlen­den Stör­fak­tor wird.20140704T064827

Als gewöhn­liche Uhr macht die Moto 360 also schon ein­mal eine recht gute Figur. Doch was hat sie darüber hin­aus zu bieten? Was steckt in ihr? Der TI OMAP 3 Prozes­sor und 512 MB Arbeitsspe­icher sor­gen für einen rei­bungslosen Arbeiten mit der Smart­watch. Und die 4 GB interner Spe­icher­platz bieten genü­gend Kapaz­ität, um eine Menge Apps, Fotos und Co auf der Motorola unterzubringen.

Das Betrieb­ssys­tem der Moto 360 ist das eigens für Smart­watches konzip­ierte Android Wear. Dank diesem lässt sich die Uhr ganz ohne Schwierigkeit mit den Smart­phones ver­schiedener Her­steller verbinden. Hierzu wird entweder Blue­tooth oder aber NFC ver­wen­det. Dieser neue Ser­vice ermöglicht, dass über ein Aufle­gen der Watch auf das Dis­play des Handys eine Verbindung erstellt wird. Ob die Uhr auch mit Ihrem Gerät kom­pat­i­bel ist kön­nen Sie übrigens hier überprüfen.

Die App­lika­tio­nen für das soge­nan­nte Wear­able sind wie bei Android-Smartphones, über den Google Play Store erhältlich. Zurzeit ist die Auswahl an Apps zwar noch über­schaubar, dies wird sich jedoch, dank des bere­its einge­trete­nen Verkauf­ser­folgs (ausverkauft nach der ersten Geschäftswoche) in den USA, bald ändern. Die große Android Com­mu­nity wird in kurzer Zeit sicher einige span­nende Apps veröf­fentlichen und über den Play Store zur Ver­fü­gung stellen.

Die 360 “steckt das Smart­phone in die Tasche”

Von Haus aus bringt die Smart­watch einen einge­bauten Schrittzäh­ler sowie ein Mess­gerät für den Herz­schlag mit. Zwei nette Fea­tures, die der Uhr einen gewis­sen Fit­ness­charak­ter ver­passen. Lei­der funk­tion­iert bei­des noch nicht 100% exakt, was den Nutzen etwas ein­schränkt. In unserer Testabteilung findet ihr Fit­nesstracker, wie bspw. die Gear Fit, welche doch etwas genauer arbeiten.

Anson­sten macht die Moto 360 äußerst flüs­sig, und dank 320x290 Pix­eln auch sehr schar­fau­flösend, das was sie soll: sie bringt das Smart­phone aus der Hosen­tasche ans Handge­lenk. Textnachrichten, E-Mails und der anste­hende Zah­narzt­ter­min inklu­sive der Google-Navigation dor­thin wer­den mit ihr ganz bequem auf den Arm pro­jeziert. Auch War­nun­gen vor bevorste­hen­den Unwet­tern oder hohem Verkehrsaufkom­men sind dank der Kop­plung mit den zahlre­ichen Google-Diensten möglich. All dies hand­habt die Motorola leis­tungsstark, ohne große Wartezeiten und ruck­el­frei, wesewe­gen man sagen muss, dass es wirk­lich Spaß macht sie um den Arm zu tra­gen. Und wenn ger­ade ein­mal nichts anfällt ver­rät die 360 ein­fach die Zeit und sieht schick aus. Ganz Uhr eben.

→Tech­nikde­tails

Technikdetails Moto 360

Zur Gesamtüber­sicht

Sprach­funkion spitze, Akku ausbaufähig

Bedi­en­bar ist sie per Sprach­s­teuerung oder natür­lich über das Touch­screen. „Okay Google die Bun­desliga Ergeb­nisse von heute“ ver­steht sie auf Grund von gle­ich 2 Mikro­fo­nen, welche die Hin­ter­grundgeräusche geschickt iden­ti­fizieren und aus­löschen, prob­lem­los. Ein Home But­ton, der in dem Erschei­n­ungs­bild eines kleinen Drehrads seitlich an der Uhr ange­bracht ist, erle­ichtert die Nav­i­ga­tion durch das Menü zusät­zlich. Ins­ge­samt geht die Bedi­enung sehr leicht von der Hand bzw. von den Lip­pen, einzig die abgeschnit­te­nen Ecken auf manchen Seiten, welche durch das runde Dis­play bed­ingt sind, schränken manch­mal den Kom­fort, bspw. beim Auswählen von Menüpunk­ten, etwas ein.

Ähn­lich wie zu den Anfangszeiten des iPhones und anderer Smart­phones ist ver­mut­lich das größte Manko der Smart­watches aktuell noch die Akku­laufzeit. Auch die Moto 360 ist hier gelinde gesagt noch aus­baufähig. Derzeit schafft sie bei nor­malem Gebrauch knapp 1 Tag. Hier ist allerd­ings zu erwarten, dass sich durch weit­ere Soft­ware­up­dates der Stromver­brauch ver­ringern und sich die Leben­szeit der Motorola Uhr somit ver­längern lässt. Ist die Bat­terie jedoch an ihrem Ende angekom­men legt man sie, und das ist wirk­lich genial gelöst, ein­fach in die mit­geliefert Lade­schale. Hierin lädt die Smart­watch sich dann ganz bequem und ohne Kabel­salat wieder auf.

Für die Zukunft wur­den überdies schon einige weit­ere coole Extras angekündigt. So wird recht bald ein kom­plett met­al­lenes Arm­band, sowie eines aus Plas­tik, für den beque­men Gebrauch beim Sport, erscheinen. Auch Drit­ther­steller wer­den sicher­lich bald auf den Zug auf­sprin­gen und nette Gim­micks auf den Markt brin­gen. Man darf also ges­pannt sein, was die näch­sten Monate so zum Vorschein gebracht wird.

Preise

Moto 360 Testbericht

Pric­ing starts from 249.00

Fazit zum Schluss

Ins­ge­samt lässt sich sagen dass die Moto 360 aktuell die beste Syn­these aus schicker Uhr und Fernbe­di­enung fürs Smart­phone darstellt. Wer die derzeit noch eher gerin­gen Akku­laufzeiten verkraften kann hat wenig Grund hier nicht zuzuschla­gen. Eine schönere und, dank Android Wear, funk­tionalere Smart­watch lässt sich zur Zeit kaum finden.

PROS:
  • Edles, schickes Design
  • Starke Hard­ware, schar­fes Display
  • Intu­itive Android-Software die viele Apps verspricht

CONS:
  • Zu kurzes Akkuleben
  • Einzelne Funk­tio­nen noch unausgereift

Wer allerd­ings beim Design Abstriche machen kann und Besitzer eines Sam­sung Smart­phones ist sollte sich auch mal mit der Gear 2 (Neo) befassen — auch ein Blick in unseren prak­tis­chen Direk­tver­gle­ich lohnt sich immer. Doch ger­ade für Android Wear wer­den in naher Zukunft zahlre­iche Apps dazukom­men, die die Möglichkeiten dieser und anderer Android-Uhren noch deut­lich erweit­ern wer­den. Wer also von Anfang an bei dem Next Big Thing dabei sein möchte schlägt am besten bei der Moto 360 zu!

Gesamt­be­w­er­tung

Lest unseren Test­bericht, um genau Bescheid zu wis­sen was die Moto 360 so alles drauf hat. Sie ist näm­lich nicht nur äußerst schön im Design, auch ihre inneren Werte wis­sen dur­chaus zu begeistern…
7.4 Total Score
Moto 360 — Die Designer-Smartwatch!

In unserem Gesamtscore ver­suchen wir euch eine möglichst objek­tive und über viele Experten sowie User ermit­telte Bew­er­tung zu liefern. Die 5 Unterkat­e­gorien helfen euch zudem dabei zu entschei­den, welche Uhr zu euch am besten passt!

Bedi­en­barkeit
8
Design
8.5
Akku­laufzeit
5
Leis­tung
8
Funk­tio­nen
6.5
User Bew­er­tung Be the first one!

Ich bin Albrecht, habe Produktdesign mit fokus auf Produktentwicklung studiert und beschäftige mich seit Beginn mit Smartwatches. Ich selber hatte schon verschiedenste Smartwatches und bin begeistert von deren Veilfältigkeit und Einsatzmöglichkeiten. Besonders wichtig für mich ist die Benutzerfreundlichkeit der Uhren. Auf SmartwatchGuru.de berichte ich über die neusten Modelle und teste diese auf Ihre Vor- und Nachteile.